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Paddeln und Klettern in der Nordheide

27.08.2006

10 Meter Höhe. Eine schmale Plattform in einem Baum. Hier oben stehen wir nun, diese Stelle haben wir über eine wackelige Strickleiter erreicht. Vor uns: Nichts. Weiter vor uns, in fünfzehn Metern Entfernung: Ein Netz. Um hier wieder herunter zu kommen, hilft nur noch eines: Von der Plattform aus in das Netz springen – 15 Meter ins Nichts hinein.

Wo wir sind? Auf dem Waldkletterpfad "TreeTrek" in der Amtsheide bei Bad Bevensen. Bevor wir diese finale Herausforderung erreichten, kletterten wir bereits rund zwei Stunden auf immer höher führenden Pfaden über schwankende Brücken und schmale Seile dicht unter der Baumkrone des Waldes.

Wir wie hier hingekommen sind? Natürlich mit dem Boot. Im Fahrtenprogramm war bereits für Anfang August die Ilmenau-Tagestour ausgeschrieben. Aus organisatorischen Gründen musste die Tour auf Ende des Monats verschoben werden. Ein im Rahmen des Sonntagspaddelns freier Termin passte gut als Ersatz. Eine angenehm übersichtlich, gemischte Gruppe von neun Paddlern, ganz neu (dieses Jahr), halb neu (letztes Jahr) und nicht mehr neu (lange dabei) setzte die Boote kurz vor dem Aussenwehr in Uelzen ein. Gleich dort erfuhren wir dann auch, warum die Bootsgasse, die links am Wehr vorbeiführt und wie eine nette Rutsche aussieht, im DKV-Flussführer als "für unbesetzte Einer-Kajaks geeignet" beschrieben ist. Eine Befahrung war mit nur 0,5cm Wasser unter dem Boot und rutschhemmenden Stufenbeschlag eher beschwerlich. Wer umgetragen hat, war wahrscheinlich schneller wieder auf dem Wasser. Viele Biegungen und wenige Kilometer später kam der Elbe-Seiten-Kanal in Sichtweise. Die Ilmenau unterquert den Kanal zweimal, von West nach Ost und zurück. Beide Unterquerungen sind hervorragend passierbar, wobei die Frage nach dem zusätzlichen Gewicht, das die Kanalbrücke tragen muss, wenn ein 20-Tonner oben drüber schippert, nicht sofort von allen richtig beantwortet wurde. Wir nutzten diese Stelle für eine Pause. Die steile Treppe zum Kanal ist den Aufstieg wert, direkt am langen geraden Wasserweg war einiger Schiffsverkehr zu beobachten. Und die Höhe war auch gleich eine gute Eingewöhnung für das sich anschließende Klettern.

Als ich die Tour vorbereitete und den TreeTrek-Besuch buchte, erwähnte ich, dass wir mit unseren Booten bis fast zum Start der Kletterstrecke paddeln werden. Dabei wurde ich von den Ortskundigen gleich vor einem aggressiven Schwan kurz vor Bad Bevensen gewarnt. Zu Recht - Wie wir feststellten, war er samt seinem Nachwuchs da und blockierte vorübergehend die Weiterfahrt. Irgendwie gelang es jedoch, einen gegenseitigen Nichtangriffspaket auszuhandeln und die Tour ging für Mensch, Tier und Boot reibungslos zu Ende. Es waren sich alle einig, dass die Tour trotz zugegebener Ahnungslosigkeit des Fahrtenleiters, der hier seine erste Tour angeboten hatte, gelungen war.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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