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06.08. - 10.08.2015

Baddeln in Franken

Vom 06.08. bis 10.08. ging es nach Franken. Das ist schon in Bayern, aber dass würden die Franken niemals zugeben. Unser Standquartier war ein kleiner Campingplatz zwei Kilometer von Ebermannstadt entfernt, dem größten Ort in der Fränkischen Schweiz.

Gleich nach der Ankunft und dem Zeltaufbau am ersten Tag wollten wir aufs Wasser: Zum Kennenlernen ging es auf die Wiesent. In einem Nebenarm am Wehr des Freibades Ebermannstadt gibt es eine private Aussetzstelle des Campingplatzes nur für die dortigen Gäste, so dass wir nur zur Einsetzstelle fahren und zurück paddeln brauchten: Die Fahrzeuge holten wir anschließend an diesem und den folgenden Tagen mit Fahrrädern, die wir vorher am Ziel abstellten, ab. Der erste Abschnitt der Wiesent war für eine Nachmittagstour genau richtig: Nur sieben Kilometer, auf einzelnen Abschnitten leichtes Wildwasser (WW I), am Wehr Streitberg eine spannende Bootsgasse in Form einer sehr (!) rauen Rampe. Ein gelungener Einstand.

Der Platz selbst ist eher rustikal und bietet mit Ausnahme des Vorteils der Lage an einem wunderschönen Fluss keinerlei erwähnenswerte Vorteile: Keine Infrastruktur, nicht mal ein Brötchenservice, je eine Münzdusche für Damen und Herren, bei der man für die gesamte Wasserlaufzeit, also auch Kaltwasser bezahlt, Wiesen, bei denen man Schatten oder gerade Flächen schon suchen musste und maximal eines von beiden gefunden hat. Der Rest war dann Risikoabwägung.

Am ersten kompletten Paddeltag führte uns die Tour an die Pegnitz auf den Hauptabschnitt zwischen Güntersthal und Hohenstadt/Pommelsbrunn. Namen von Orten, die man nur auf einer Karte findet, wenn man danach sucht. Doch sie sind die Ein- und Aussetzstellen für einen Kleinfluss, der als Landschaftssechser gelten darf: Waldabschnitte wechseln mit Panoramen auf Berge oder einzelne Felsnadeln, flotte kurvenreiche Abschnitte geben dem eine sportliche Note. Sportlich waren dann aber auch die fünf Umtragestellen.

Inzwischen hatte sich die Temperatur auf 38 Grad hochgeschraubt. Das Programm am nächsten Tag wurde also etwas kürzer: Statt einer längeren Kajaktour ohne Aussicht auf Schatten auf der Regnitz machten wir die nur neun Kilometer lange Strecke der Stadtrundfahrt durch Bamberg. Der Rest des Tages gehörte dann einem schattigen Biergarten. Was auch ein tourtypischen Kennzeichen ist, schließlich führte die Fahrt nach Bierfranken. Es gehörte damit zur täglichen Übung, den am Rande von Ebermannstadt gelegenen Getränkelieferanten aufzusuchen und eine Reihe lokaler Gerstensäfte auszuwählen. So kam es abends auf dem Platz zur täglichen Bierprobe mit Flaschen, die in Ortlieb-Faltschlüsseln, gefüllt mit Leitungswasser so gut wie möglich gekühlt wurden.

Der letzte Paddeltag sollte natürlich mit dem Highlight enden, für das man in die Fränkische Schweiz fährt: Die komplette Haupt-Paddelstrecke der Wiesent. Dazu gehörten natürlich die sieben Kilometer des ersten Tages, aber noch 17 weitere oberhalb dieses Abschnitts. Insgesamt waren wir hier von Doos bis Ebermannstadt unterwegs. Durch Niedrigwasser gab es zahllose Steine zu umfahren und in den Schwällen etwas aufzupassen, ganz anders als bei der ersten Tour 2011, bei der der Wasserstand mindestens 20 cm höher war. Die schwerste Stelle, das sog. Naturwehr Baumfurt, wurde inzwischen komplett umgestaltet und ist nur noch ein harmloser, aber nasser Schwall. Dennoch: An so einem Tag war viel Leihbootverkehr unterwegs, einige spektakuläre Kenterungen inklusive.

Vor der Rückfahrt am folgenden Tag machten wir noch einen Abstecher nach Streitberg: Mit der Bing-Höhle (die nach ihrem Entdecker und nicht nach einer Suchmaschine benannt ist) konnten wir eine wohltuend kühle, beeindruckende Tropfsteinhöhle sehen.

Einen genaueren Tourbericht gibt es in der Ausgabe 3/2015 unserer Mitgliederzeitschrift DAS KEHRWASSER.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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